Heizung geht nicht – was ist die Ursache?

Die Heizung geht nicht! In der kalten Jahreszeit ist das eine echte Hiobsbotschaft und der Alptraum für Mieter, Vermieter oder Wohnungsgesellschaften. Die Gründe für eine nicht funktionierende Heizungsanlage können unterschiedlicher Natur sein. Eine defekte Heizung kann man an diversen Symptomen erkennen:

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  • Die Heizung wird nicht richtig warm: Auch wenn die Heizung voll aufgedreht ist, wird die gewünschte Raumtemperatur nicht erreicht. Hier sollten Sie herausfinden, ob der gesamte Heizkörper nur lauwarm wird, oder ob in Teilbereichen die gewünschte Wärme abgegeben wird, während beispielsweise der untere Bereich der Heizung kalt bleibt.
     
  • Das „Worst Case Scenario“ tritt ein, wenn die Heizung komplett kalt bleibt: Hier muss schnell gehandelt werden und Sie sollten sich als Mieter umgehend mit dem Vermieter in Verbindung setzten, der einen Fachmann mit der Ursachenerkennung und Reparatur beauftragt. Doch auch hier kann man als Laie bereits mögliche Auslöser nach dem Ausschlussverfahren ermitteln. Dazu weiter unten mehr.
     
  • Auch das gegenteilige Problem kann unangenehme Folgen haben: Die Heizung geht nicht mehr aus! Obwohl die gewünschte Temperatur erreicht wurde, heizt die Anlage immer weiter und überhitzt Ihre Räumlichkeiten. Das sorgt nicht nur für einen extremen Verbrauch an Energiekosten und Heizmaterial – das Überheizen von Räumen führt zu geringer Luftfeuchtigkeit und ist insgesamt nicht förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden. Eine angenehme Raumtemperatur lässt sich auch durch ständiges Lüften kaum erreichen.

Ein Fachmann findet schnell heraus, wo die Ursache für das jeweilige Problem liegt. Möglicherweise ist nur ein Thermostat kaputt oder die Heizkörper müssen entlüftet werden. Mit etwas handwerklichem Geschick kann in solchen Fällen auch der Laie Abhilfe schaffen. Ist jedoch die Heizungspumpe defekt oder die Heizung geht gar nicht mehr, sollten Sie nie selbst Hand anlegen. Unsere kleine Übersicht an Symptomen und möglichen Ursachen soll Ihnen helfen, die Situation korrekt einzuschätzen.

Heizung geht nicht – was ist die Ursache?

  • Problem: Heizung wird nicht richtig warm

    Wird die Heizung nur lauwarm und gluckert, muss häufig nur eine Entlüftung durchgeführt werden. Es lässt sich nicht vollständig vermeiden, dass Luft in das Heizungssystem und den Wasserkreislauf gerät und die Leistung Ihrer Heizung beeinträchtigt. Luft ist ein schlechter Wärmeträger, daher kommt die produzierte Wärme nicht optimal in Ihren Räumen an. Die Heizung an sich ist in diesem Fall nicht defekt und es müssen keine Teile ausgetauscht werden. Mit etwas handwerklichem Geschick können Sie die Entlüftung selbst vornehmen. Dabei sollten Sie jedoch vorsichtig vorgehen, da sich im System heißes Wasser befindet, das beim Entlüften entweichen kann. Alles was Sie an Handwerkzeug brauchen, ist ein Vierkantschlüssel, den Sie in jedem Baumarkt bekommen. Außerdem sollten Sie eine Schüssel und ein Handtuch für austretendes Heizwasser griffbereit halten. Luft ist leichter als Wasser und entweicht daher als erstes, wenn Sie das Ventil am Heizkörper öffnen. Drehen Sie den Vierkantschlüssel vorsichtig entgegen dem Uhrzeigersinn. Beachten Sie, dass das Luft-Wassergemisch unter Druck steht. Lassen Sie die Luft langsam entweichen. Dabei entsteht ein Pfeifgeräusch. Irgendwann wird auch Wasser austreten, fangen Sie dieses mit der bereitstehenden Schüssel auf. Schließen Sie das Ventil erst wieder im Uhrzeigersinn, wenn nur noch Wasser und keine Luft mehr entweicht. Sie sollten alle Heizkörper im Haus von unten nach oben entlüften. Anschließend ist es ratsam, den Druck des Heizungswassers am Heizkessel zu überprüfen. Durch das Entlüften kann ein Unterdruck entstehen, der die Anlage nicht mehr optimal arbeiten lässt. Lesen Sie den Druck am Manometer am Heizkessel ab. Liegt der Druck unter 1,2 Bar, sollten Sie dem System Wasser zuführen. Auch wenn Sie (noch) keine Probleme mit der Leistung Ihrer Heizungsanlage haben, sollten Sie das System regelmäßig entlüften. Alleine dadurch können Sie bis zu 15% Heizkosten einsparen!

  • Die Heizkörper werden nicht warm (Umwälzpumpe defekt)

    Wenn Ihre Heizung völlig kalt bleibt, sollten Sie umgehend einen Blick auf die Heizanlage werfen. Nach der Heizungspause im Sommer kann es vorkommen, dass die Umwälzpumpe nicht mehr dreht und das Heizwasser so nicht mehr in den Kreislauf eingespeist wird. Möglicherweise ist der Motor der Heizungspumpe kaputt oder lediglich die Stromzufuhr Ihrer Heizungspumpe ist defekt (Symptome sind gleich). Stellen Sie fest, dass die Umwälzpumpe nicht mehr funktioniert, sollten Sie keinesfalls selbst Hand anlegen. Es handelt sich um ein Gerät mit elektrischen Bauteilen, welches nur vom Fachmann geöffnet werden darf. Mögliche Ursachen für eine defekte Umwälzpumpe sind ein durch Kavitation zerstörtes Laufrad oder die Antriebswelle hängt eventuell fest. Handelt es sich bei Ihrer Heizungspumpe um ein älteres Modell, sollten Sie ernsthaft erwägen, diese direkt durch eine neue, hocheffiziente Pumpe zu ersetzen. So ein Pumpentausch ist preisgünstig und die BAFA beteiligt sich mit 30% an allen entstehenden Kosten. Durch die Energieeinsparung von bis zu 80% amortisiert sich so eine Anlage bereits nach zwei bis drei Jahren.

  • Thermostat defekt: Heizung geht nicht mehr aus

    Zwar müssen Sie nicht frieren, wenn Ihre Heizung sich nicht mehr herunterregeln lässt, aber bei diesem Problem handelt es sich um alles andere als eine Lappalie. Der Auslöser, warum Sie Ihren Heizkörper nicht mehr regulieren können, kann dabei ein ganz simpler sein. Möglicherweise ist das Thermostat am Heizkörper defekt. Das können Sie unter anderem daran erkennen, dass sich das Thermostat nicht mehr festziehen lässt. Sie können im Baumarkt für kleines Geld ein neues Thermostat kaufen. Wichtig ist, dass es den EnEV-Anforderungen entspricht. Stellen Sie das neue Thermostat vor der Montage auf die höchste Einstellung. So verhindern Sie ein Verkanten.

    Häufig ist die Ursache eines dauerheizenden Heizkörpers kleiner, doch nicht weniger ärgerlich und energieverschwendend. In vielen Fällen ist das Thermostatventil im Heizkörper stecken geblieben und lässt sich nicht mehr korrekt eindrücken.

    Sie können selbst versuchen, dieses Problem zu lösen. Dazu müssen Sie, wie beim Thermostatwechsel, den Thermostatkopf abschrauben. Sitzt dieser fest, können Sie eine Rohrzange zur Hilfe nehmen. Nun sehen Sie einen Metallstift, den Sie mit einer Kombizange langsam herausziehen können. Drücken Sie ihn wieder hinein und ziehen Sie ihn abermals heraus. Wiederholen Sie den Vorgang einige Male. Sollte sich der Stift nicht lösen, klopfen Sie vorsichtig mit einem Hammer dagegen und versuchen Sie erneut, den Stift zu bewegen.
    Ist dies gelungen, können Sie den Thermostatkopf wieder aufsetzten. Sollte sich der Stift mit diesen Mitteln nicht lösen lassen, wenden Sie sich bitte an einen Fachmann.

Diese Tipps sollten Sie nur anwenden, wenn Sie handwerklich geschickt sind und schwerwiegende Ursachen ausschließen können. Im Zweifelsfall sollten Sie in einem akuten Fall von immer den Fachmann zu Rate ziehen.

 

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